Datum Aufenthaltsort

 

01. Mai Montreal

Hier landen wir nur und fahren gleich zu Jürgen, Nathalie und Mika nach Saint Marthe sur le Lac.

01. - 06. Mai St. Marthe sur le Lac

Die ersten Tage beschäftigen wir uns viel mit unserem Auto. Wir fahren zu Canadian Tire und beschaffen uns Werkzeug (mit einen 24 Jahre alten Dodge Campervan sollte man sich nicht ohne Werkzeug auf den Weg machen) und ein paar nützliche Kleinteile. Wir schmeissen den Fernseher und die dazugehörige Satellitenantenne raus und genau dasselbe machen wir mit der kleinen chemischen Toilette. Das Brett das sie abgetrennt hat sägen wir raus und bauen einen zusätzlichen Schlafplatz für Linus ein und schaffen somit auch noch Stauraum darunter. Und die Propangasanlage braucht einen neuen Schlauch und einen Regler, die sich aber günstig ersetzen lassen. Somit funktionieren also auch der Gaskocher und der Kühlschrank wieder. Auch sonst gibt's noch ein paar Kleinigkeiten zu tun um alles für unsere Bedürfnisse umzubauen oder auszustatten. Bevor es losgeht Richtung Westen starten wir einen Kurztrip nach Osten entlang am Sankt Lorenzstrom, durch Quebec Ville bis nach Tadoussac. Dort könnten wir Wale sehen (falls es nicht noch zu früh im Jahr ist, dann sehen wir nur Eisschollen....). Und wir gewöhnen uns wieder an das Fahren mit so einem alten Dodge. Der bewegt sich mehr wie ein Schiff als wie ein Auto......

06. Mai

Sainte-Anne-de-Beaupré

 

Hier bleiben wir nur eine Nacht. Ein großer Rastplatz (der kostenlose Pilger-Campground) mit Tischen direkt am Wasser lädt dazu ein. Auf der anderen Seite sehen wir die große, beleuchtete Basilique Sainte-Anne-de-Beaupré. Die erste Nacht im Dodge und die erste Mücke kommt auch gleich dazu..... Am Morgen werden wir durch Gänsegeschrei geweckt, sehen uns die Basilika an und fahren weiter. Wir wundern uns ein wenig über den Priester, der im "Durchgangs-Segnungs-Glashaus" auf Segnungsfreudige Besucher wartet. Und über die vielen Krücken, die nach dem Besuch anscheinend nicht mehr benötigt wurden.

07. - 08. Mai

Tadoussac

Nach Quebec Ville wird die Landschaft malerisch, die Strasse schmäler und die Autos seltener. Um nach Tadoussac zu kommen muss man den Fjord du Saguenay überqueren. Da es keine Brücke gibt wird die kurze Strecke kostenlos mit der Fähre angeboten. Tadoussac ist ein kleines, idyllisch gelegenes Dorf an der Steilküste. Die vielen kleinen Hotels lassen ahnen, dass hier in der Hauptsaison sicherlich einige Leute sind. Hauptattraktion - neben der herrlichen Landschaft - sind die Beluga-Wale, die man hier besonders gut beobachten kann. Man kann eine Bootstour mitmachen um Wale zu sehen oder einfach am Strand spazieren und von dort welche beobachten, was mit ein wenig Glück wohl nicht ungewöhnlich ist. Wir hatten kein Glück. Aber auch der Hafen, die Bucht und die vielen bunt angemalten Holzhäuser sind beeindruckend. Und vor allem die noch zum Teil schneebedeckten Sanddünen (Dunes de Sable) etwa 4 km außerhalb des Ortes. Von denen man auch einen herrlichen Blick auf den Fleuve St Laurent hat.

09. - 10.  Mai
Malbaie River Provincal Park.

Auf dem Weg zurück nach Montreal lassen wir uns treiben. Und von Tim Toula inspirieren. In seinem Buch "Rock'n'Road" beschreibt er nicht nur alle wichtigen Klettergebiete Nordamerikas, sondern auch die besten und billigsten Möglichkeiten bei diesen Klettergebieten zu campen. Und so sind wir zu den höchsten Kletterwänden Quebecs gekommen. Wir werden zwar leider hier dieses mal nicht klettern, doch unseren Dodge haben wir über einen Waldweg auf dem zum Teil noch eine Menge Schnee lag bis zum Malbaie River runtergebracht wo wir den wirklich herrlichen Platz gefunden haben um zu campen. Neben einem Stachelschwein, das mal kurz vorbeischaut sind wir die einzigen die hier sind.

11. Mai
Quebec City

Die einzige Stadt in Nordamerika, deren Festungsanlagen noch intakt sind wird dieses Jahr 400 Jahre alt. 1608 wurde sie von Samuel de Champlain gegründet und war die Hauptstadt der französischen Kolonie Kanada. Sie liegt auf einem Felsen der den Sankt Lawrence Strom überragt. Den Namen hat sie aus der Algonkin Sprache. Kebek bedeutet „Engstelle“. Quebec ist die Hauptstadt der Provinz die seit 2006 als „Nation innerhalb Kanadas“ anerkannt ist. Nicht nur die Altstadt und das Château Frontenac sind sehenswert sondern vor Allem der Park „Abraham Ebene“ und das belebte Stadtviertel aussenrum.

Günstiger Flug nach Quebec City

12. - 15. Mai
St. Marthe sur le Lac

Es gibt noch viel zu tun bis es losgeht Richtung Westen. Wir suchen eine Versicherung die uns unser Auto versichert und dann müssen wir das Auto bei SAAQ auf meinen Namen ummelden. Das dauert ein wenig. Dann machen wir noch einige kleinere Veränderungen im innern des Dodges, das Bett ist jetzt noch mal größer und der Stauraum darunter mehr geworden.

15. Mai
Montreal

Eine sehr schöne Stadt! Wir fahren mit der Metro zur Station Bari UQAM und sind damit mehr oder weniger im Zentrum. Leider bleiben wir nur einen Tag und versäumen deshalb viele Sehenswürdigkeiten. Aber beim bummeln durch die Viertel um den Mont-Royal bekommen wir einen Eindruck von der Stadt. Hier sind die kleinen Läden, schöne Wohnviertel und Kneipen – besonders an der Ecke St. Louis und Mont-Royal. Dort kann man Abends von Bar zu Bar wandeln und zum Teil das selbstgebraute Bier genießen. Nach dem Genuss von zu viel Bier schmeckt um 3 Uhr morgens Poutins extrem gut. Wir aßen es um halb 8 (war aber auch nicht schlecht): Pommes mit "gravy" und typischen quebecer Quitschkäse überbacken - wahlweise mit Hackfleisch oder Würsten usw. Der Park Lafountaine liegt in einem guten Wohngebiet mit schönen Häusern und vielen Kneipen in der Gegend.

16. Mai
Golden Lake (Ontario)

Von St. Marthe sur le Lac fahren wir Richtung Ottawa. Wir nehmen den Weg via Oka, den schönen Apfelplantagen und einem Mohawk Reservat indem billige Zigaretten angeboten werden. Ottawa lassen wir links liegen. Ist vielleicht ein Fehler, aber wir finden vor Ottawa keine Campmöglichkeit und nachher sind wir dann gleich zu weit.... Wir stoppen am Golden Lake. Nur für eine Nacht auf dem Weg zum Algonquin Provincial Park wo wir ein paar Tage verbringen wollen. Das Ufer war bis vor ein paar Tagen noch weit überschwemmt was man jetzt an der unglaublichen Menge an Mücken merkt. Zum Glück haben wir Moskitonetze. Die halten das unglaublich schöne Froschgequake und den Sonnenuntergang über dem See zum Glück nicht ab.

17. - 19. Mai
Golden Lake - Algonquin Provincial Parc - Bear Lake - Parry Sound

Es ist viel los an diesem Wochenende. Der heutige Feiertag (Victoria Day), der das Wochenende verlängert zieht viele Leute aus Südontario in den Algonquin Provincial Park. Der Park ist nicht nur wegen seiner Naturschönheiten und Freizeitmöglichkeiten bekannt sondern auch als letzte Ruhestätte des wohl bekannteste kanadischen Landschaftsmalers Tom Thomson. Seine letzten Jahre verbrachte er hauptsächlich in dem Park, arbeitete als Führer und malte. Er war erst 39 Jahre alt als er 1917 auf mysteriöse Weise im Canoe Lake ums Leben kam. Als man ihn 5 Tage nachdem sein Kanu gefunden wurde fand war um sein Handgelenk eine Fischerleine gebunden und die Spuren einer Schlagverletzung an seiner Schläfe. Trotzdem trug man in seinen Totenschein "accidental drowning" ein. Neben der Unfalltheorie gibt es Theorien über einen Selbstmord (eine ungewollte Heirat einer schwangeren Freundin soll ihn bedrängt haben) und eine Mordtheorie. Roy McGregor arbeitet eine dieser Theorien in seinem Buch "Canoe Lake" auf. Achja, und im Park steht natürlich eine Statue von Tom Thomson. Wir schlafen ausserhalb des Parks.

 

Wegen dem schlechten Wetter fahren wir weiter als geplant und landen, mit einem Stop am Bear Lake, in Parry Sound. Eine Attraktion in In Parry Sound ist eine Fahrt mit der Isand Queen (30000 Island Tours) und der 24 Meter hohe Feuerausguckturm der auf dem Towerhill steht und bis 1966 zur Waldbrandfrüherkennung genutzt wurde. Jetzt kann man hochgehen, hat einen fantastischen Blick (obwohl man nicht alle 30000 Inseln des Sounds sieht).

20. Mai
Sudbury

Wir fahren die Küste der Georgia Bay nach Norden. Die Landschaft hier ist herrlich. Viele Fjorde und Seen, felsiger Boden, Klippen und nordische Vegetation. Immer wieder fahren (und halten) wir an kleinen Buchten in denen Boote liegen vorbei. Hier bräuchte man definitiv ein Boot, ein Kanu und eine Angel. An einer Tankstelle in Sudbury blinkt während das Benzin läuft die Anzeige auf dem Display "worms and icecubes available" und scheint zu bestätigen was wir schon vermutet hatten: hier wird geangelt und kaltes Bier getrunken. Sudbury liegt in einem 56 x 27 Kilometer langem Becken das von einem Meteoriteneinschlag stammt. Am Rande dieses Kraters sind große Vorkommen an Nickel und Kupfer abgelagert und werden im großen Stil abgebaut. Ein großer Backsteinkamin (380 Meter hoch) dominiert das Stadtbild.

21. - 22. Mai
Sudbury - Sault St. Marie

Wir bummeln die Nordküste des Lake Huron Richtung Westen bis nach Sault St. Marie. Ein Teil der Stadt, bzw. eine Stadt mit gleichem Namen liegt auf der US amerikanischen Seite im Staate Michigan. Verbunden sind die beiden Städte durch eine 3 Kilometer lange Brücke, die über den Kanal von Sault St. Marie führt. Der Kanal verbindet den Lake Huron und den Lake Superior, den größten Süßwassersee der Erde. Durch die Schleusen auf der kanadischen und der amerikanischen Seite werden jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen Fracht geschifft. Sault St. Marie ist zudem die zweitgrößte stahlproduzierende Stadt Kanadas.

22. - 25. Mai Pancake Bay

Nach 2 Nächten am Truck Stop und auf dem WalMart Parkplatz finden wir eine schöne Stelle.... wir wollen auf unserer Reise ja auch ab und zu Urlaub machen... Nördlich von Sault St. Marie in der Pancake Bay direkt am Ufer des Lake Superior. Zur weiteren Erleichterung unserer Reisekasse kostenlos. Bis 1960 konnte man diese Gegend nur per Wasserflugzeug oder Boot erreichen, heute führt die "17", der Transcanadian Highway hier vorbei. Die Brandung des Sees rollt auf eine der ältesten Gesteine der Erde, die etwa vor 1 Milliarde Jahren entstanden sind. Die Steine am Strand sind jedenfalls bunt und die Landschaft atemberaubend. Wir genießen den Klang der Brandung, das Schreien der Möwen und den fast 3 Stunden dauernden Sonnenuntergang über dem See, der jeden Abend neue Farbtöne hervorbringt. Der Lake Superior ist - wie schon gesagt - der größte Süßwassersee der Welt, der zweitgrößte See nach dem Kaspischen Meer (naja, Binnengewässer....). Zudem der größte, tiefste und westlichste der fünf Großen Seen in Nordamerika. Ungefähr ein Drittel des Sees liegt in Kanada, der Rest in den USA. Er ist etwa  560 km lang, bis zu 260 km breit und hat eine Oberfläche von ca. 82100 Quadratkilometern. Er ist bis knapp über 400 Meter tief und reicht somit, bei einer Lage auf 183 m über dem Meeresspiegel, bis weit unter diesen. Entstanden ist er - wie auch die anderen Großen Seen (Lake Huron, Lake Michigan, Lake Ontario, Lake Erie), während der letzten Eiszeit.

25. - 26. Mai

 

Pancake Bay - Wawa

 

Nach einer sternklaren Nacht verlassen wir unseren schönen Platz und fahren bei herrlichem Wetter Richtung Norden, durch den Lake Superior Provincial Park bis nach Wawa. Wawa liegt im Michipicoten Township, hat 3700 Einwohner und die werden immer weniger. Damit scheint alles gesagt zu sein.... Aber es gibt noch mehr: Der Ort ist bekannt für seine 9 Meter hohe Metallstatue einer Wildgans (Canada goose). Dieses Tier hat der Stadt auch den Namen gegeben: Wawa ist das Ojibway Wort für Wildgans. Neben Fellhandel und Holzwirtschaft war Bergbau der größte Ansiedlungsgrund. Hier wurde hauptsächlich Eisenerz gefördert. Obwohl Wawa einen kurzen "goldrush" hatte. 1897 - 1903 wurden hier Nuggets im Wert von vielen Millionen Dollars gefunden. Und in der Stadt gibt es eine verhältnismäßig hohe Anzahl an Spielplätzen, die zum Teil aus dieser Zeit zu stammen scheinen. Tourismus ist hier auch noch ein großer Wirtschaftsfaktor, aber hauptsächlich Snowmobil fahren und Angeln. Wawa hat einen erstklassigen Truckstop! Achja, und wem Chris Simon und Denny Lambert ein Begriff sind... die sind von hier.

26. May

 

White River - Marathon

 

Als wir durch White River durchrasen schneit es. Bis wir bemerkt haben, dass wir durch sind lag's schon weit hinter uns. Wir hatten allerdings Glück und konnten im vorbeirasen noch die Hauptattraktion erblicken: eine Statue von Winnie the Pooh. Der kommt nämlich von hier. Im August 1914 wurde ein in die Falle gegangenes Schwarzbärenjunges an Captain Harry Colebourne verkauft, der es nach seiner Heimatstadt Winnipeg nannte. Jetzt wissen wir das auch.......

 

Marathon hat eine große Papierfabrik und die ist Hauptarbeitgeber für die 4700 Einwohner. Als wir Marathon wieder verlassen um (etwa 42 Kilometer westlich davon) in einem Waldstück zwischen Strasse und See zu übernachten scheint die Sonne schon wieder.

27. - 29. Mai Marathon - Nipigon

Wir bleiben eine Nacht im Rainbow Falls Provincial Park kurz hinter Terrace Bay. Die Hauptattraktion des Parks ist der Wasserfall (und die Duschen). Am Lagerfeuer feiern wir Anjas Geburtstag. Kurz nach dem Park kommt Rossport, ein kleines Dorf das richtig idyllisch ist. Artsy fartsy! Ein kleiner Fischerhafen nette Häuser, ein paar B+B's und ein Cafe (Garden Cafe).

Dann geht's nach Nipigon. Die Stadt hat 2700 Einwohner und eine Eisenbahn. Sonst auch alles, also von Canadian Tire bis Husky...  Einen ganz schönen Hafen mit alten Booten im Trockendock und Picknicktischen. Abgesehen von den tausenden Seen die hier in der Gegend sind liegt Nipigon zwischen dem Lake Superior und dem Lake Nipogon, der alleine etwa 100 km lang und etwa 60 km breit ist. Wir werden von Tim Toula's Rock'n'Road ein Stück nach Norden geleiten wo wir allerdings die beschriebene Stelle nicht finden, dafür aber eine andere, direkt am Helen Lake. An dem See liegt die idyllisch gelegene St. Sylvester Church, der First Nation Community, samt Friedhof

29. Mai Thunder Bay

Thunder Bay liegt näher an Winnipeg als an irgendeiner Stadt in Ontario. Die Stadt ist 1970 aus dem Zusammenschluss der  Städte Fort William und Port Arthur entstanden. bis 1990 boomte die Stadt als Getreide - Hafen. Doch seitdem wird das Getreide aus den Prärie-Provinzen eher am Pazifik verladen und Thunder Bay setzt auf Tourismus. Es gibt einen Yachthafen und ein Casino und das Nachtleben soll gut sein, von Theater über Opernaufführungen zu Konzerten (immerhin spielen hier im Juli Eric Burdon und Pat Bennatar - wer war das gleich wieder?). Die Getreidesilos am Hafen prägen immer noch das Stadtbild und rotten angeblich vor sich hin. Es gibt 2 Downtowns, alle Läden die es halt so gibt und noch einige (also mindestens einen) Used Book Stores.

30. Mai - 02. Juni Thunder Bay - Dryden - Kenora

Wenn man Thunder Bay auf den Transcanada Highway nach Westen Richtung Manitoba verlässt, dann hat man fast 500 relativ eintönige Kilometer durch den dichten Wald der "Kanadischen Platte" vor sich. Auf der Strecke liegen nicht viele Orte (Raith, Upsala, English river Ignace und Dryden) wobei die einzig erwähnenswerte Ansiedlung Dryden ist. Die bringt es immerhin auf knapp 8000 Einwohner, lebt von "pulp und paper" was eine nicht zu übersehende riesige Papierfabrik die das Stadtbild dominiert bezeugt, wirkt aber sonst sehr gepflegt, hat ein Schwimmbad und natürlich Spielplätze.....Und bekannt ist die Stadt als Zuhause von  "Max the Moose", Dryden's 5,60 Meter hohe Elch-Statue.

 

Kenora liegt an der Nordseite des Lake of the woods, ein etwa 100 km langer und fast so breiter See, der mit über 14000 Inseln besprenkelt ist. In Kenora leben ca. 16000 Leute. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich allerdings im Sommer. Hier gibt es unzählig Cottages, es wird geangelt und gesegelt und alles getan was man am Wasser tun kann. Die Stadt liegt schön an einer Bucht und auf ein paar Hügeln weshalb sie nicht im üblichen Schachbrettmuster angelegt ist was der Idylle gut tut. Kenoro hat eine gute Stimmung. Und ein Schwimmbad!. Achja, und eine 9,50 Meter hohe Fischskulptur mit dem schönen Namen "Muskie the Huskie".....

02. - 05. Juni Whiteshell Provincial Park

Es gibt keinen ersichtlichen Grund warum die Provincial Parks in Ontario um vieles teurer sind als in Manitoba. Um auf einem Campground in einem Ontario Provincial Park zu übernachten muss man zwischen 32 und 37 Dollar bezahlen, in Manitoba kostet das selbe nur zwischen 10 und 15 Dollar pro Nacht. Wir sind im Whiteshell Provincial Park und dort am West Hawk Lake. Der Park ist Manitobas größter Provincial Park und der größte Teil davon ist Wildnis und nur per Boot oder Wasserflugzeug erreichbar. Der Park zählt etwa 200 Seen. Der West Hawk Lake entstand durch einen Meteoriteneinschlag vor etwa 150  Milionen Jahren und ist mit 110 Metern der tiefste der Provinz. Hier wurde einst Gold gefunden und gefördert, doch die Förderung hat mehr gekostet als das zu Tage gebrachte Gold wert war. Heute ist es besonders für Sporttaucher ein Reiz nach dem gelben Metal Ausschau zu halten. Auch ohne Goldfund haben wir Glück, das Wetter ist gut und es ist keine Saison... wir sind die einzigen auf dem Campingplatz...

05. - 09. Juni Manitoba

In den meisten Reiseführern über Kanada stehen über Manitoba und Saskatchewan nur eine Doppelseite und die beschäftigen sich mit den Provinzhauptstädten. Klar, mit so richtig touristischen Highlights wie andere Teile des Landes können diese Provinzen nicht aufwarten. Manitoba, die östlichste der so genannten "Prärie - Provinzen" ist im Norden Flach und voll mit Seen, es gibt Orte die heißen Duck Lake Post und sind nur per Wasserflugzeug oder Kanu zu erreichen, und im Süden ist es auch Flach und es wird fast vollständig landwirtschaftlich genutzt. Und um das zu tun, das Land landwirtschaftlich zu nutzen haben sich hier Menschen aus aller Welt angesiedelt. Wir sind durch so vertraut klingende Orte gefahren wie Steinbach, vorbei an Rosenfeld, Gnadenthal und Friedensruh. Diese Namen haben die Mennoniten mitgebracht. Von dieser, in Holland im 16. Jahrhundert von Menno Symons  gegründeten protestantischen Sekte gibt es in Kanada 2 Zweige. Die "liberaleren" sind erst von Holland nach Russland geflohen und kamen dann  um 1870 nach Manitoba. Die anderen gingen direkt nach Nordamerika, erst in die USA bevor sie sich bei Kitchener \ Waterloo in Südontario angesiedelt haben. Dieser Zweig verzichtet vollständig auf die Annehmlichkeiten unserer modernen Welt, lebt ohne Strom und Motoren. In Ontario sind deshalb neben vielen Strassen Pferdewagenstreifen.

 

Eine richtige Sehenswürdigkeit und architektonische Einzigartigkeit sind die Grainelevator, hohe Lagerhäuser in die Weizen per Aufzug hochtransportiert wird um dann in die Eisenbahnkontainer gefüllt zu werden. Diese, meist aus Holz gebauten und mit dem Namen der jeweiligen Stadt verzierten "castles of the new world" prägen die Landschaft in Südmanitoba. Und natürlich gibt es hier Züge.... unglaublich lange Züge

 

Es gibt aber auch viele Provincial Parks und die werden von den Manitobern wohl gerne genutzt. Da wird gecampt was das Zeug hält, geangelt, gepaddelt, gewandert usw.....

Interessant sind die Sanddünen (Spirit Sands) im Spruce Woods Provincial Park. Eine kurze Wanderung führt durch Fichten- und Birkenwälder, über sandige und nach Salbei duftende Hügel zu den einzigen Sanddünen in Manitoba. Der gelbe Sand, der blaue Himmel und die üppige Vegetation schaffen einen wunderbaren Kontrast.

 

Auf dem Weg nach Westen auf dem Trans Canada Highway kommt man durch einige unbedeutende Dörfer. Eine etwas größere Stadt ist Brandon. Und Brandon hat eine ganz schöne, kleine Innenstadt. Ideal für einen kleinen Angenehmen Stop auf der langen Fahrt nach Saskatchewan.

 

Eine der ersten Kleinstädte nach der Provinzgrenze ist Moosomin. Die erste Stadt - zumindest auf der "1" und nach unserem Empfinden - in der man sich ein wenig im "Westen" fühlt. Hier ist ausserdem ein recht gut erhaltener alter Grain Elevator zu bewundern.

Das kann man übrigens auch in Indian Head, etwa 150 Kilometer - fast geradeaus durch flaches Farmland - weiter und kurz vor Regina (60 Kilometer).

09. - 12. Juni Moosomin - Regina

Regina ist die Hauptstadt der Provinz. Trotz der unzähligen Shopping Malls von denen Regina umrundet ist findet man schnell schöne Wohnviertel und eine kleine aber doch sehr angenehme "Down Town". Die Stadt erscheint trotz der mehr als 200000 Einwohner ein wenig wie eine Kleinstadt, jedoch mit einem Hauch von Hauptstadt.

Wir kamen gerade recht zum "Regina Children's Festival 2008" im Victoria Park. Regina hat ausserdem mindestens ein sehr gutes Schwimmbad, das Lawson Aquatic Center; und einen riesigen Stadtpark, den Wascana Centre Park, mit Freilichtbühnen, Grillplätzen, Teichen mit Ruderbooten.

 

Das schlechte Wetter trieb uns zu "Indoor" - Aktitäten. Wir entschieden uns - auf Kosten der Dunlop Art Galerie - unsere Zeit im "Itsablast" zu verbringen, dem größten Indoor Spielplatz Westkanadas; und wir fanden trotz der nicht sehr einladend klingenden Superlative eine angenehme Einrichtung mit dem besten Milchkaffee den ich jemals auf einem Spielplatz getrunken hab'..... Wir haben's dann doch noch in eine Ausstellung geschafft, die McKenzie Art Galerie und konnten dort immerhin einen echten Warhol und einen echten Max Beckmann betrachten. Und Bilder von Wally Dion, einem jungen Künstler aus Saskatchewan, der mit seinen "Sozial-realistischen" Bildern  den Kampf der First Nations im modernen kanadischen Leben aufzeigen will. Das immerhin an dem Tag an dem sich Stephan Harper, der Premier von Kanada, das erste Mal öffentlich bei den Ureinwohnern des Landes für die Demütigungen und das zugefügte Leid entschuldigt  und um Vergebung gebeten hat. Speziell für die Indian Residential Schools in die unzählige Kinder von Ureinwohner gegen ihren Willen und den Willen ihrer Eltern zur Umerziehung eingewiesen wurden.

Billige Flüge nach Regina

12. - 15. Juni Moose Jaw

Moose Jaw liegt nur knapp 70 Kilometer westlich von Regina und wenn diese bescheuerte Erdkrümmung nicht wäre könnte man rüberschauen. Natürlich nur bei schönem Wetter. Moose Jaw ist mit 35000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Saskatchewans. Ihren Namen verdankt sie dem Cree Wort "Moosegaw" was wohl soviel heißt wie Warmer Wind; oder der Tatsache, dass der Fluss der hier durchfliest die Form des Kieferknochens eines Elchs hat; oder dass irgendein Pionier auf dem Weg nach Westen sein gebrochenes Wagenrad mit dem Kieferknochen eines Elchs repariert hat. Und tatsächlich sind das die 3 offiziellen Versionen. Bekannt ist Moose Jaw unter Anderem als Heimat der berühmten Kunstflugstaffel "Snowbirds" der kanadischen Streitkräfte (deren Flugkünste wir zufällig in Kenora bestaunen durften) und dem Ausbildungscamp für Nato-Piloten. Außerdem für seine Vergangenheit als Versteck für die Chicagoer Ganoven um Al Capone während der Prohibition. Von hier aus wurde in den 20er Jahren Whiskey entlang der so genannten "Soo Line" nach Chicago geschmuggelt. Und die "Bösen Jungs" aus dem Süden haben sich hierher zurückgezogen wenn's ihnen dort zu brenzlig wurde. Ideal dafür waren die unterirdischen Verstecke im Tunnelsystem der Stadt. Wer die Tunnel gebaut hat ist nicht bekannt. Die ersten die sie aber belegbar genutzt haben (und zwar als Versteck) waren chinesische Schienenarbeiter, die um 1900, nach getaner Arbeit wieder nach China abgeschoben werden sollten. Die Chicagoer Gangster nutzen sie als Versteck und als Ort um ihre Geschäfte abzuschließen. Die Tunnels kann man gegen Eintritt besichtigen. Die Stadt hängt sich touristisch an den dünnen Faden dieses 20er Jahre Flairs und muss dann doch auf der offiziellen Tourismusbroschüre mit "Mac the Moose", einer 7 Metergroßen Elchfigur am Ortseingang, auftreten. Dabei hat Moose Jaw tatsächlich noch einiges zu bieten. Zum Beispiel die heissen Quellen, einen - für die Größe der Stadt - erstaunlich schönen Stadtpark, einige nette Cafes, eine Art-Galerie und ein Stadtmuseum das einem die Geschichte der Stadt nahe bringt und die Möglichkeit bietet eine von Queen Elisabeth II benutze und niemals danach gewaschene Teetasse im original zu bestaunen.

 

Wir kamen gerade recht zum Straßenfest (Sidewalk Days) mit allen möglichen Veranstaltungen, von der "Strong man competition" bis zur Bike - Akrobatik - Vorführung, und natürlich viel Live Musik und Hamburgerständen.

15. - 18. Juni Moose Jaw - Willow Bunch - St. Vincent - Wood Mountain

Wenn man Moose Jaw nach Süden verläßt wird man nach einigen Kilometern vom Anblick der beeinduckenden Landschaft verwöhnt. Sanfte, grüne Hügel bis zum Horizont unter einem grenzenlos scheinenden Himmel. Die Strasse schneidet schurgerade durch die Hügel bis sie am Horizont verschwindet. Bis nach Willow Bunch. Tja, und hätte ich jemals gedacht, dass ich nach Willow Bunch kommen würde? Bzw. Edouard Beaupre wiedersehen würde, Giant Edouard Beaupre. Willow Bunch, Home auf the Giant liegt etwa 130 Kilometer südlich von Moose Jaw auf dem Weg zu den Big Muddy Badlands. Giant Edouard Beaupre war in einem der Bücher die man (oder zumindest ich) von Tanten oder Onkeln zu Weihnachten bekommen hat wenn man 10 oder 12 war und ein Junge. "Wer weiss was" oder irgendein Rekord-Buch.

Jedenfalls habe ich ihn gleich erkannt und natürlich mussten wir beim Museum vorbeischauen, das immerhin mit einer "lifesize replica" und einigen "personal belongings" von Edouard Beaupre wirbt.

 

Aber tatsächlich fanden wir ein sehr nettes kleines Museum das die regionale Geschichte in sorgsam zusammengetragenen Artefakten ausstellt. Fast noch besser als das Waltons Museum in North Carolina.

 

Aber 2 Ereignisse sind auf alle Fälle von größerer Bedeutung. Erstens der arme Giant Edouard Beaupre, der 1881 hier geboren wurde und der, wegen einer Krebserkrankung die sein Wachstum beeinflusste, bis zu einer Größe von 2,53 Meter wuchs. Die letzen 5 Jahre seines Lebens tourte er mit einem Zirkus durch die Lande und starb mit 23 Jahren in St. Louis, Missouri auf der Weltausstellung. Sein Körper wurde an die Universität nach Montreal gebracht wo er bis 1989 blieb um dann schließlich - nach langem Kampf der Familie - in Willow Bunch begraben wurde.

Das zweite Ereignis war der Zwischenstop von Siiting Bull und seinen Sioux. Wie ja alle Indianerfreunde wissen haben die Sioux der Kavallerie und General Custer am Little Big Horn 1876  ziemlich zugesetzt. Danach mussten sie fliehen. Sie zogen in die Cypress Hills nach Kanada. Dort blieben sie von 1876 - 1879 um unter dem Schutz der Queen zu leben. Der mutige James Walsh ritt zusammen mit ein paar anderen Mounties in das Indianerlager um ihnen mitzuteilen, dass sie in Frieden leben können.... aber das ist eine andere Geschichte und kommt später.....

 

Von 1879 - 1881 kehrten die Sioux in die USA zurück. Und der letzte Stop auf dem Weg war hier in Willow Bunch. Der frankokanadische Siedler und Stadtgründer Jean-Louis Legare versorgte die Sioux mit Nahrung und bereitete zusammen mit Sitting Bull die Weiterreise vor.

Im Jean-Louis Legare Regional Park kann man wunderbar übernachten.

 

Den Abstecher zu den Big Muddy Badlands sparen wir uns nachdem die nette Dame im Museum meinte "they charge you an arm and a leg", obwohl die Gegend eine interessante Geschichte hat. Nachdem 1883 eine Dürre viele Viehtreiber arbeitslos machte, bildeten einige von ihnen Gangs, die sich auf Viehdiebstahl spezialisierten. Dutch Henry, Tom Owens, Bloody Knife und Pigeon Toe Kid waren Mitglieder der Nelson-Jones Gang und Teil der größten und meistgefürchtesten Gang, den "Wild Bunch". Auch Butch Cassedy hatte in den Big Muddy Badlands sein Versteck. Heute ist es Privatland und der Besitzer lässt sich den Besuch teuer bezahlen......

 

Von Willow Bunch fahren wir etwa 25 Kilometer auf einer ungeteerten Strasse nach St. Victor. Dort gibt es prähistorische Zeichnungen die in Stein geritzt wurden zu sehen. Und zum übernachten den unbetreuten kleinen Campingplatz im Sylvan Valley (man muss das Geld - 12 Dollar - in ein Kuvert stecken). Wir sind die einzigen Gäste, kommen aber gerade einen Tag zu spät zum Treffen der Motorradfahrer des "Southern Independent" Motorradclubs. Die Feuerstellen sind noch heiss!!!

 

Von St. Victor fahren wir, mit einem Einkaufsstop in Assiniboia nach Wood Mountain. Im Wood Mountain Regional Park finden wir wieder einen herrlichen Campplatz.

 

1870 entschied die Kanadische Regierung, dass das Land zur Besiedlung frei gegeben werden sollte. Davor musste aber das Gesetz Einzug halten. 1873 wurde die North West Mounted Police gegründet und ein Jahr später zog sie nach Westen. Ab 1874 hatte sie ihren Posten in Wood Mountain.

 

Und hier sind wir wieder bei den Sioux. die hatten sich nämlich in dieser Gegend angesiedelt um unter dem Schutz der Queen zu leben. Allerdings kam es 1879 zu einer Hungersnot, die die Sioux zwang in die USA und in Reservate zurückzukehren. Jean Louis Legare und die NWMP versuchten den Hunger unter den Indianer so gut es ging zu mindern. Es dauerte allerdings noch bis 1881 bis zur entgültigen Rückkehr der Sioux in die USA und der Kapitulation Sitting Bulls in Fort Buford.

 

Wir sind jedenfalls wieder Mal die Einzigen auf dem Campingplatz. Jedenfalls die einzigen Gäste. Wood Mountain ist noch bekannt für das Wood Mountain Stampede. Und wir sind hier zufällig mal zu einer kleinen Trainingsvorstellung gekommen. Da werden Kühe losgelassen und 2 Reiter galopieren hinterher um die Kuh mit dem Lasso einzufangen, einer den Kopf und einer ein Hinterbein. Yiihaaa. Oder wie Linus meint: "Noch eine!!!!"

18. - 20. Juni Grassland National Park

Von Wood Mountain sind es nur knapp über 30 Kilometer auf einer ungeteerten Strasse zum Eingang des Ostteiles des Grassland National Parks. Wir verfahren uns und machen mindestens die doppelten, staubigen Kilometer daraus. Der Park ist durch dazwischenliegendes Privatland in einen Ost- und einen Westteil gespalten. Der Westteil ist besser erschlossen und hat eine etwa 4000 Stück zählende Büffelherde als Attraktion. Der Ostteil steht dem Westteil ansonsten aber in nichts nach und ist wohl bedeutend ruhiger. Wobei zu lesen ist, dass der gesamte Grassland Nationalpark nicht von Besucherhorden heimgesucht wird. Das bestätigt sich immerhin im Ostteil, wir sind wieder mal die Einzigen. Wir bleiben 2 Nächte am McGowan's Campsite im Park. Das einzige was es hier gibt ist ein Plumpsklo. Und Prärie. Wir machen eine kleine 10 Km Wanderung zum Zahursky's Point, einen Aussichtsberg von dem man die atemberaubende Aussicht über die Badlands genießen kann. Die "Badlands" das ist eine zerklüftete Landschaft, die von Gletschern, Bächen, Wind und Regen in Jahrmillionen geschaffen wurde. Die weglose Wanderung führt durch Steppenlandschaft gespickt mit Gras, Büschen, Kakteen und unzähligen Blumen, die für einen betörenden Duft sorgen. Wir sehen Rehe, Falken, eine Schlange und unzählige Vögel. Im Nationalpark gibt es einige Präriehundkolonien. Der "Blacktailed Prarie Dog" ist keine Hundeart sondern so wird ein Erdmännchen genannt, die hier überall rumschwirren und nicht die geringste Scheu vor Menschen haben.... Zwei laue Vollmondnächte und  guter Wein aus dem Okanogan Valley  machen unsere Tage perfekt.

21. - 22. Juni Swift Current - Cavan Lake - Medicine Hat

In Swift Current hatten wir Glück und kamen rechtzeitig zum "International Kite Festival", mit Drachenflugvorführungen, und natürlich mit Rahmenprogramm, Long Nights Music Festival usw. Ideal für einen Stopp!

In Medicine Hat bekommt man auf alle Fälle alles was man braucht......

23. - 25. Juni Dinosaur Provincial Park

Der Dinosaur Provincial Park liegt auf einem etwa 90 Quadratkilometer großen Gebiet nördlich von Brooks in Alberta. Mitten in der Prärie, entlang des Red Deer Rivers ist die Erde aufgerissen und die so genannten "Badlands" prägen das Landschaftsbild. Canyons, Sanddünen und Stalagmiten aus Sandstein und die "Hoodoos", pilzförmige Felsformationen, die entstanden sind als der weiche Sandstein unter einem festen Felsblock weggespült wurde und nur durch dessen Schutz und Druck ein Stumpen geblieben ist, der den Fels trägt. Hier wurden über 300 komplette Dinosaurierskelette gefunden die in Museen auf der ganzen Welt zu sehen sind. 10 Prozent, also 35 der bekannten Saurierarten wurden hier entdeckt. Der Park wurde 1950 gegründet um die Gegend vor Hobbyarchäologen zu schützen. Während der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden die Badlands nachhaltig durch Besucher die nach Dinosaurierknochen suchten, verändert. Der "Canadian Dinosaur Rush" führte dazu, dass wohl unzählige Fundstücke in private "Steingärten" verschwunden sind. Heute gibt es eine "restricted Area" die man sich nur geführt ansehen kann. Allerdings gibt es auch etliche Wege durch die "Mondlandschaft". Und zu unserer besonderen Freude blüht gerade der "plains prickly pear Cactus" in bunten Farben.

26. - 27. Juni Calgary - Revelstoke

In Calgary waren wir nun schon einige Male, meistens zum Landen und Starten, zum Abhängen in Bars und zum Einkaufen im Wunderbaren MEC. Das haben wir jetzt wieder vor, also das Einkaufen bei MEC. dann soll's gleich weitergehen.

Calgary bereitet sich gerade auf das Stampede vor, der weltweit größten Landwirtschaftsaustellung mit zugehörigem Rodeo. Ähnlich wie das Oktoberfest ist es mittlerweile eher eine Faschingsveranstaltung......

Wir haben unseren ursprünglichen Plan, über den Crowsnest Pass zu fahren und uns einige Zeit im Südosten BC's rumzutreiben geändert und werden die bekannte Strecke über Canmore, Banff, Lake Louise, Golden und Roger's Pass nach Revelstoke fahren. Hat sich jetzt also doch ergeben früher dort anzukommen. Das verlängerte "Canada-Day Wochenende" werden wir auf einer kleinen Kanutour verbringen und anschließend lassen wir unser benzinintensives Gefährt für 2 Wochen stehen und machen mit unseren Freunden Familienurlaub in Vancouver und auf Vancouver Island, im Hotel und im Zelt.

Achja, zu empfehlen auf der Fahrt ist auf alle Fälle ein Stop in Fields um dort ins Cafe zu gehen. Weitere Beschreibungen sind nicht nötig, da gibt es nur eins. Und nebenan ist eine schöne Töpferei.

28. - 30. Juni Revelstoke

Ein bisschen wie "Heimkommen". Und dann gleich richtig mit viele Leute treffen und ratschen und Kinder usw..... Wir haben unser Wohnmobil an John's Haus angeschlossen (full hook-up) und werden mal sehen was die nächsten Tage bringen.... Auf alle Fälle Sonne und Hitze.....

30. Juni - 01. Juli

Revelstoke - Vancouver

Wir fahren zusammen mit John und seinen beiden Kindern (Jake und Joelle) nach Vancouver. Auf dem Weg machen wir einen Stopp in Salmon Arm (bzw. einem Strand-Stopp in Canoe), einen Stopp für die Nacht kurz vor Hope (dem Chainsawcarving Capitol of the world...) und für einen kurzen Spaziergang bei den Pridal Falls. Damit sind wir jetzt sozusagen von Küste zu Küste gefahren.........

01. - 06. Juli

Vancouver

(New Westminster)

New Westminster ist eine Stadt im Metropolbereich von Vancouver, gelegen auf der Burrard Halbinsel am nördlichen Ufer des Fraserriver. Unser Hotel liegt direkt neben einer Skytrain Station. 25 Minuten bis Downtown Vancouver. (Günstige Hotels in New Westminster) Und zu tun gibt es viel....: Die Vancouver Art Gallery lockt mit einer Ausstellung von Zhang Huan (Altered States) und Krazy (einer Comic Kunst Ausstellung). Granville Island mit den vielen kleinen Läden und einem wunderbaren Markt mit vielen Buden und gutem Essen ist einen Besuch wert, die Strände von White Rock und Crescent Beach sind entspannend, allerdings auch ein wenig weiter von der Stadt weg. Kitsilano Beach oder Sunset Beach an der English Bay sind leicht zu Fuß von Downtown zu erreichen. Ein Spaziergang im Gastown lohnt sich vor allem weil man dort sehr schöne Cafes findet (nicht um die berühmte Dampf-Uhr anzusehen) und Chinatown ist auf alle Fälle gut um sich von den Gerüchen und den "optisch-kulinarischen" Eindrücken verwundern zu lassen. In dieser Gegend kommt man dann allerdings sehr schnell in schlechte Teile von East Hastings (speziell um die East Hastings Street) wo viele Obdachlose und Drogensüchtige (Heroin und Crack) auf der Strasse leben. Dieses Viertel scheint "geopfert" worden zu sein und wird anscheinend von der Polizei weitgehend gemieden, bzw. das Treiben toleriert. Meiden sollte man die Gegend auch. Ist uns vor 6 Jahren als wir das letzte mal hier waren nicht gelungen, und jetzt auch nicht.....

06. - 16. Juli

Vancouver Island

Victoria

Vancouver Island ist mit etwa 500 km Länge, die größte der nordamerikanischen Pazifik Inseln. Es leben etwa 750000 Menschen auf der Insel, die meisten allerdings im weiteren Kreis von Victoria. Wegen der Nähe zu Vancouver und dem milden Klima (hier fällt im Winter selten Schnee und im Sommer wird es nie unerträglich heiß) ist die Insel eine der Touristenziele Westkanadas. Besonders Tofino im Westen der Insel hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird - wegen der Popularität bei Surfern - als das Hawaii Kanadas bezeichnet. Also genau der richtige Ort um das Surfen in Kanada auszuprobieren. Aber der meistbesuchte Ort der Insel ist nicht nur bei Surfern beliebt sondern bietet mit seinen kilometerlangen Sandstränden den idealen Ort für den Sommerurlaub. Außerdem kann man sich hier auch zum "Whale watching" schippern lassen.

 

Victoria ist die Hauptstadt von British Columbia und nach Vancouver die 2. wichtigste Stadt der Provinz. Wenn man Victoria nur für einen Tag besuchen möchte kann man ein Wasserflugzeug vom Hafen Vancouvers nehmen. Allerdings wurde Victoria vom führenden amerikanischen Reisemagazin "Conde Nast Traveller" zu einer der 10 "must-visit-cities" der Welt und zur Nummer 1 in Sachen Atmosphäre und Umgebung gewählt und mindestens eine Übernachtung ist die Stadt schon wert. Sie soll (laut dem Rough Guide to Canada) die "britischste" der kanadischen Städte sein. Immerhin betreibt die Stadt das öffentliche Bussystem hauptsächlich mit Doppeldeckerbussen und die Pubs geben sich britisch. Laut dem Rough Guide allerdings nur „Plastikimitationen der Originale“ in „good old England“. Der Blick ins Impressum des Reiseführers zeigt, dass 4 der 5 Autoren von der Britischen Insel kommen. Wir finden hier eine extrem schöne und gepflegte Stadt, jedenfalls wenn man sich durch den Speckgürtel aus Fast Food Ketten und Einkaufszentren durchgekämpft hat. Die Stadt erschließt sich leicht, in abgehbarer Nähe findet man die touristischen Sehenswürdigkeiten, hauptsächlich am und um den Inner Habour mit dem Parlamentsgebäude, dem Royal British Columbia Museum, dem Jachthafen, Helmcken House, der Flaniermeile mit Musikanten, Malern und Straßenkünstlern, aber auch die kleine Chinatown mit vielen engen Gassen und vielen Läden. Die Innenstadt ist voll mit netten Cafes, Kneipen, Restaurants und Geschäften aller Art. Bei schönem Wetter kann man einfach am Hafen auf einer Wiese sitzen, der Musik lauschen und den Wasserflugzeugen beim Starten und Landen zusehen oder die Jachten und Segelboote bestaunen. Das richtige Großstadtgefühl will allerdings nicht aufkommen. Aber das ist auch gut so.

 

Schön sind die Sooke Potholes bei Sooke an der Juan de Fuca Strait, der letzten etwas größeren Ansiedlung an der Westküste Richtung Westen. Die Potholes sind riesige Wassergumpen die sich im Sooke River gebildet haben. Angeblich ist hier der beste Platz auf Vancouver Island um in Süßwasser zu schwimmen. Schön ist es auf jeden Fall, ein wenig abgesehen von der Wassertemperatur die gewöhnungsbedürftig ist. Aber nach ein paar Sprüngen von den Klippen überwiegt der Spaß das Frieren!

Nördlich von Sooke sind etliche schöne Strände die leicht zugänglich sind, z.B. French Beach und China Beach.

 

Zum West Cost Trail kann ich nur sagen, dass er vermutlich extrem schön ist, er aber wie auch manch namhafter Berg vollkommen überfüllt ist. Man kann ihn nicht einfach gehen sondern muss eine Reservierung haben. Eine Alternative ist z.B. der Juan de Fuca Marine Trail, der gleich nördlich des West Cost Trails anfängt. Ein schöner Punkt für eine Übernachtung auf diesem Trail ist der Sombrio Beach, etwa 20 Kilometer südlich von Port Renfrew. Ein Sandstrand mit viel angetriebenem Holz, wassergetrockneten Baumstämmen von riesigen Zedernbäumen und Douglas Furs. Wir haben einen Bären dort gesehen der sich an den angetriebenen Algen und toten Meeresfrüchten satt gegessen hat um dann wieder im angrenzenden Regenwald zu verschwinden. Damit ist die Frage geklärt ob es Bären auf Vancouver Island gibt. Zum Campen ist das jedenfalls ein perfekter Platz (wenn man mal wieder von der Wassertemperatur absieht......)

 

Wir bleiben auf dem Campingplatz des Goldstream Provincial Park in der Nähe von Victoria. Der Campingplatz ist schön gelegen unter großen Bäumen mit genügend Abstand zwischen den Plätzen. Die Nähe zu Victoria ist perfekt, bis zum Inner Habour von Victoria sind es nur etwa 15 Minuten mit dem Auto, und mit einmal Umsteigen dauert es mit dem Bus auch nur knapp eine Stunde. Außerdem ist es nicht weit zu Jake's Lacrosse Camp. Achja und ein paar Fuß-Minuten entfernt ist ein Wasserfall mit einem Natur-Pool mitten im Wald, der zum Schwimmen und ins Wasser springen ideal ist.

 

Wir haben hier auf Vancouver Island vor Allem Sommerurlaub gemacht, so wie das die meisten Kanadier machen, haben den Tag am Strand oder irgendwo am Wasser verbracht und am Abend vor dem Feuer gesessen, Unmengen an Holz verbrannt (was sicherlich längerfristig zur Erhöhung der Wassertemperatur beiträgt), Bier getrunken und Marsh Mellows gegrillt.

16. - 18. Juli

Revelstoke

Und schon ist er wieder vorbei, der Urlaub auf Vancouver Island. Wir sind wieder in Revelstoke und haben unseren Camper bezogen. Der ist nach 10 Nächten auf dem harten Boden des Goldstream Provincial Park richtig komfortabel. Die Überfahrt mit der Fähre von Swartz Bay bei Sidney nach Tsawwassen auf dem Festland war schön. Der Blick auf die Küsten der vielen kleinen Inseln wird nur noch übertroffen durch den Blick den man auf den 3284 Meter hohen Mt. Baker hat wenn man aus der Galiano Enge auf das offene Meer hat. Der stark vergletscherte Mount Baker im Washington State prägt das Landschaftsbild noch etliche Kilometer Richtung Hope. Dank des Coquihalla Highways auf dem man immerhin 110 km/h fahren darf dauert die Fahrt nicht allzu lange......

18. - 21. Juli

Columbia River

Lake Revelstoke

Mica Creek ist ein kleines Dorf 148 Kilometer nördlich von Revelstoke. Entstanden ist Mica Creek als in den 1960er Jahren der Mica Staudamm von BC Hydro gebaut wurde. Der Staudamm liegt etwa 10 Kilometer weiter nördlich. Den Namen verdankt das Dorf dem Bach der dort in den Columbia River fliest. Der wiederum hat den Namen von dem Mineral Mika (Glimmer oder Katzensilber) das hier im Wasser schwimmt und glitzert.

Die Hochzeit hatte Mica Creek 1973 als etwa 4000 Leute hier wohnten. Mittlerweile ist es aber eigentlich kein richtiges Dorf mehr; die Gebäude aus dieser Zeit stehen zwar noch, werden allerdings hauptsächlich von privaten Organisationen genutzt als Unterkünfte für Touristen und Heliskier. In Mica leben auch zeitweise Holzfäller und Angestellte von BC Hydro, die den Staudamm betreiben.

Die 148 Kilometer von Revelstoke fährt man auf der Strasse 23 entlang des Columbia River, oder Lake Revelstoke wie er zwischen den beiden Staudämmen genannt wird. Der 148 Kilometer lange See, der meist nicht breiter ist als 1 Kilometer, wird gerne für alle Arten des Wassersports genutzt und natürlich zum Campen und Angeln. Auf der an der Strasse gelegenen Seite gibt es einen Provincial Park (Martha Creek) und viele Recreational Areas, die gegen eine kleine Gebühr einen Picknicktisch und eine Feuerstelle bieten. Allerdings gibt es auch unzählige Plätze, die man umsonst nutzen kann. Wenn man ein Boot oder Kanu hat kann man sich eine einsame Stelle auf der anderen Seite des Sees suchen. Je nach Wasserstand - der vom Stromverbrauch abhängt - gibt es dort mehr oder weniger Strände.

Der Staudamm von Revelstoke ist mit seinen 175 Metern Höhe der größte Staudamm Kanada. Man kann den Damm besichtigen und eine Führung mitmachen. Wir sind (da ein Freund von uns am Staudamm arbeitet) zu einer privaten "Nacht und Nebelaktion" Führung gekommen und wurden in so interessante Geschichten eingeweiht wie die vom "Eliskiing" (vom Elevator, den der Nachtschicht Operator benutzt hat um immer wieder den Schneebedeckten "Staudammhang" runter zu wedeln. Wir lassen's uns für einige Zeit am Carnes Creek gut gehen und genießen vor Allem den Vollmond über dem See, der die Gletscher der gegenüberliegenden Berge in kühles Licht taucht. Oder mit anderen Worten: Wir monden uns mal wieder. Und Skinnydippen

 

Und wer jetzt ganz schlimm FOMO (fear of missing out) bekommt oder gar GFOMO (great fear of missing out), der kann ja unser Auto kaufen und hierher fahren.... Angebote bitte per Email!

21. - 23. Juli

Revelstoke - Nakusp

Wir verlassen Revelstoke auf der 23 nach Süden. Etwa 50 Kilometer von Revelstoke entfernt, bei Shelter Bay nehmen wir die kostenlose Fähre über den Upper Arrow Lake nach Galena Bay. Wir fahren dann aber nicht weiter nach Nakusp sondern "schlagen" uns erstmal in die Büsche. Die ganze Gegend ist bekannt für ihre heißen Quellen. Auch hier bei Nakusp sind Einige, z.B. die Halcyon Hot Springs, Coyote Springs oder eben die Nakusp Hot Springs. Wir machen uns aber auf den Weg zu den so genannten "Halfway Hot Springs", die nicht kommerziell genutzt werden und deshalb kostenlos sind. Man erreicht sie allerdings nur auf einer nicht sehr guten Schotterstrasse, die etwa 11 Kilometer vom Highway weg führt und die nicht so leicht zu finden ist. Etwa 15 Kilometer nach Galena Bay links rein..... (wer mal in der Gegend ist und mit GPS - Daten was anfangen kann, der kann ja mal vorbeischauen: 50° 26'47N / 117° 53'16W abbiegen und 50° 30'13N / 117° 47'23W parken). Von dort wo man das Auto parken kann geht es etwa 300 Höhenmeter steil einen Weg durch den Wald runter zum Fluss. Neben dem Fluss sind einige Gumpen in die heißes Wasser strömt. Mit ein wenig Geschick beim Mischen schafft man es die perfekte Wassertemperatur zu erreichen. Im Winter soll's noch sehr viel schöner sein.....

23. Juli

Nakusp

Nakusp gehört laut unserem Reiseführer zu den wenigen (insgesamt sollen es drei sein: Nakusp, Nelson und Kaslo) Städten in British Columbia die wegen ihrer selbst einen Besuch wert sind. Nakusp ist die einzige bedeutende Ansiedlung zwischen Revelstoke und Nelson. Die Stadt liegt direkt am Upper Arrow Lake und neben den schneebedeckten Gipfeln der Selkirk Mountains. Downtown bietet immerhin genug für einen 1 stündigen Spaziergang, ein paar nette Cafes und Restaurants und sonstige Läden. Und der Stadtstrand ist ganz nett. Man merkt ein wenig, dass man Nelson näher kommt. Es wird mehr und mehr Artsy Fartsy.....! Vor 6 Jahren war uns Nakusp auf demWeg nach Nelson nur einen Supermarktbesuch wert. Dieses mal bleiben wir länger..... Achja: www.nakuspmusicfest.ca

23. -27. Juli

Nakusp - New Denver - Slocan - Nelson

Am südlichen Ende des Slocan Lakes, dort wo der Slocan River aus dem See fliest liegt Slocan, ein kleines Dorf mit einem Laden, einer Schule, einem Cafe und einem Sägewerk. Und einem Strand. Und an dem Strand haben wir's uns gemütlich eingerichtet. Dort trafen wir dann einen älteren Herrn, der einzige Nachbar, mit einem genauso alten Campervan wie wir ihn haben. Nur war der Herr schon fast 50 Jahre alt als unsere Camper gebaut wurden. Gekauft hat er ihn vor 9 Jahren und seitdem fährt er jedes Jahr für ein paar Monate durch Nordamerika damit; und lässt ihn immer wieder im Winter bei Vancouver stehen wenn er diesen Zuhause in Deutschland verbringt. Da gab's also viele Geschichten und Bier und seven-seven. Und eine gemütliche Kanutour auf dem Slocan River.

Dort wo wir waren kamen immer wieder irgendwelche Typen, auf Motorrädern und in alten Schrottkisten, dunkel dreinschauend und mit rußiger Haut und fragten uns ob einer von uns Wolfgang wäre. Später, als sich Wolfgang bei uns vorstellte, ein weiterer Deutscher in einem alten Van, lüftete sich das Geheimnis und wir lernten etwas über die Speisemorchel (morchella esculenta). Diese Morchel wächst hier unter bestimmten Voraussetzungen, und zwar immer dort wo ein Jahr vorher ein Waldbrand gerodet hat. Und da ziehen dann die Pilzpflücker (die sonst auch Jobs als Cherrypicker und Goldsucher haben) durch die Lande, von Süd nach Nord und von Unten nach Oben und klappern die letztjährigen Waldbrandgebiete ab um die Feuermorchel zu pflücken. Ja und wo Pflücker sind, da sind auch Käufer. So einer ist Wolfgang, der für eine Firma in Vancouver einkauft. Die trocknen die Pilze (auch Spitzmorchel genannt) und schicken sie nach Japan oder Europa wo sie für viel Geld verkauft werden. Die Pflücker bekommen 8 Dollar pro Pfund. Wolfgang schlägt uns vor, dass wir doch auch Pilze pflücken könnten was unser älterer Freund, der seit 13 Jahren aus der Schallplattenindustrie (was für ein schönes Wort!) pensioniert ist, mit dem Argument ablehnt, es gehe den deutschen Rentnern ja noch nicht so schlecht. Wir schmeißen uns eine geschenkte Portion in die Pfanne und sind uns einig, dass da sicherlich zuviel Aufhebens darum gemacht wird........

 

Achja und am nächsten Tag kommt Bob Blumer, so eine Art fernsehkochender Stefan Raab mit einem Aufnahmeteam und der wird dann gefilmt wenn er mit den anderen Pilzpflückern durch die verkohlte Landschaft kriecht und mit denen um die Wette pflückt. Da wird dann der Wolfgang auch mit auf dem Film sein. Und vielleicht sehen wir ihn auf www.bobblumer.com

 

Die Fahrt auf der Strasse nach Nelson ist wunderschön durch eine herrliche Berg- und Seenlandschaft. Nelson, das ist die angeblich schönste Stadt in British Columbia. Und sie ist bekannt für den Lebensstil der dort gepflegt wird. "Very laidback". Hier leben etwa 10000 Leute. Es gibt eine "Chinese Medical School" und die "Kooteney School of the Arts", die Studenten aus ganz Nordamerika anzieht. Hier sammeln sich Künstler und Kunsthandwerker und die Flüchtlinge aus den 60'er Jahren, es gibt eine Menge an Secondhandläden, Teeläden, alternativen Cafes, Vollwertkostkneipen und -läden, Töpfereien und die Anzahl an Menschen mit Dreadlocks ist ins auffallende Maß gestiegen.

27. Juli - 07. August

Nelson -  Castlegar - Rossland

Die Doukhobers waren Mitglieder einer Südrussischen Sekte die 1899 auf der Flucht vor religiöser und politischer Verfolgung ihr Heimatland verlassen haben. Sie waren strickten Pazifisten und lehnten jegliche weltliche Führung ab. Wegen ihrem Glauben, Gott wohne in jedem Individuum und nicht in den Kirchen der organisierten Religionsgemeinschaften, ignorierten sie die gängige Liturgie und weigerten sich den Gottesdienst im herkömmlichen Sinn zu zelebrieren. Bei ihrer Flucht aus Russland wurden sie von den Quäkern, die ihnen in ihren Ansichten verbunden waren, unterstützt. 7500 kamen in der ersten Flüchtlingswelle nach Kanada, zuerst nach Saskatchewan. Etwa 1913 siedelten sie um in den Süden von British Columbia. Hauptsächlich um Castlegar. Es gibt mindestens 24 Siedlungen in dieser Gegend, alle mit russischen Dorfnamen. Auch heute leben noch viele Doukhobers hier (etwa 15000) die sich an die religiösen Regeln ihrer russischen Vorfahren halten. Auch Russisch wird in vielen Familien noch gesprochen.

Die Freedomites sind ein neuer radikaler Ableger der Doukhobers, die vor Allem wegen ihrer spektakulären Demonstrationen (z.B. Nacktparaden) in denen sie auf die Gefahren des Materialismus und andere moralisch zweifelhafte Erscheinungen unserer modernen Welt hinweisen wollen.

 

Rossland, das heute abhängig ist vom nahe gelegenen Trail - dort gibt es Arbeit in der Zink- und Bleischmelzerei - wurde als Goldgräberstadt gegründet. Um 1900 wurde hier Gold im heutigen Wert von über 2 Milliarden Dollar gefördert. Und bekannt ist es natürlich auch für sein Skigebiet, das Red Mountain Resort, das Trainingsgebiet des kanadischen Skiteams.

Rossland liegt sehr schön an einem Hügel und ist von mehreren umgeben. Down Town (was faktisch nur 2 Straßenseiten einer etwa 800 Meter langen Strasse ist) bietet einige Cafes und etliche Läden.

Und bekannt ist Rossland nicht nur als Skigebiet, ist so eine Art Eldorado, und zumindest eine Hochburg für Mountainbiker. Hier gibt es etliche Trails, die - je nach Schwierigkeitsgrad - ausgestattet sind mit Sprungschanzen, Rampen und anderen Hindernissen. Mit dem Mountainbike ist man allerdings viel zu schnell unterwegs um die unzählbaren Beeren zu sehen. Blaubeeren, Huckleberries und Thimbleberries. Da freuen sich nicht nur die Bären.....!

Das 10 km entfernte Trail ist vielleicht touristisch ein wenig unterschätzt. Down Town bietet in 4 - 5 Blocks einiges an Läden, Restaurants und Cafes. Es gibt ein großes Aquaticcenter, einige Parks und einen Strand am Slocan River. Allerdings kann man alle diese Annehmlichkeiten nur im Schatten der Zink- und Bleifabrik genießen....

07. - 10. August

Rossland - Christina Lake - Grand Forks - Jewel Lake

Kurz nach Rossland ist der Nancy Green Provincial Park. Außer einem Strand, einem Parkplatz, Plumpsklos viele Hunde und Alkohol trinkende Menschen hinter dem "no liquor and pets allowed" Schild findet man hier nicht viel (einen schönen Badesee natürlich). Wenn das die Nancy Green wüsste!!

Dann geht es nach Christina Lake am gleichnamigen, angeblich wärmsten Badesee BC's. Hier wird Urlaub gemacht. Von einem Provincial Park Campground über Campingplätze, Hotels, Private Häuser direkt am See bis zu Villen, die nur per Boot erreichbar sind, Eisdielen, Minigolf, Restaurants, Bademodenläden usw. gibt es hier alles was der Sommerfrischler so braucht. Nur keinen Platz in der Hauptsaison. Uns treibt es weiter nach Grand Forks (wo wir vor ein paar Jahren schon mal waren). Die Landschaft ändert sich, weniger Wald und mehr "sonnenverbrannte" Hügel. Grand Forks ist eine kleine, ganz nette Stadt. Zu erwähnen ist eigentlich nur das Borscht Bowl wo man kleinere und größere Portionen an Borscht in einem angenehm blumigen Plastiktischdeckenambiente genießen kann. Hier sind wir also wieder im russisch beeinflussten Gebiet der Doukhobers. Etwa 30 Kilometer weiter ist dann der ruhige und schöne Jewel Lake Provincial Park, den wir mit wenigen Campern und vielen Mücken teilen.

 

Ach ja, Nancy Greene ist eine kanadische Skilegende. Sie wurde 1968 bei den Olympischen Spielen in Grenoble Olympiasiegerin im Riesenslalom. Die "Tigerin", wie sie damals genannt wurde, gewann mit einem Vorsprung von 2,64 Sekunden, und damit mit dem größten jemals bei einem Olympia- oder Weltmeisterschaftsrennen gemessenen Vorsprung. Und das war nicht der einzige Sieg in ihrer Laufbahn. Später war sie Trainerin der kanadischen Ski-Nationalmannschaft und fördert seit vielen Jahren den sportlichen Nachwuchs; die "Nancy Greene Ski League" ist eine bedeutende Rennserie für junge kanadische Nachwuchsfahrer. Sie ist Trägerin des Order of Canada, der höchsten Auszeichnung ihres Landes für Zivilpersonen. Außerdem ist der "Nancy Green Provincial Park" und der "Nancy Greene Lake" in den Monashee Mountains nach ihr benannt.

10. - 11. August

Greenwood

Greenwood ist mit etwa 500 Einwohnern Kanadas kleinste Stadt. Das Stadtrecht stammt noch aus einer Zeit um 1900 als hier über 3000 Leute wohnten. Die Stadt war das Zentrum der Kupferproduktion in der Boundary Region. Mit Phoenix, Deadwood, Boundary Falls, Erholt und Summit City gehörte Greenwood zu einer der größten kupferproduzierenden Gegenden weltweit. Der Boom brachte viele Menschen in die Gegend und viel Geld. In der Stadt wurden schöne Häuser gebaut, die Strassen wurden geteert es gab mehr als 25 Hotels und ein Opernhaus mit 1000 Sitzen. Doch 1918 war der Boom vorbei; nach dem Ende des 1. Weltkriegs sank der Kupferpreis extrem. Die Fabriken und Minen schlossen. 1941 lebten nur noch ca. 200 Menschen in der Stadt. Etwa zu der Zeit wurden um die 1000 Japan-Kanadier hierher in ein Internierungslager umgesiedelt und die Bevölkerung stieg somit auf 1200 Menschen. Danach ging es dann weiter bergab. Ein kleines Highlight gab es noch in der Geschichte der Stadt: 1998 haben die Universal Studios und Filmemacher Scott Hicks den Ort als Kulisse für die Verfilmung von David Gutersen's Roman "Snow Falling on Cedars" gewählt.

Heute ist Greenwood auf alle Fälle einen Stopp wegen seiner Andersartigkeit wert. Die Mainstreet bietet - trotz einiger recht gut gepflegter Häuser - einen Einblick davon, wie schön es hier mal war. Es gibt ein paar nette Cafes und Läden und einen kleinen Grocery-Store, der sich wie der Rest der Stadt im Stil des Wilden Westens gibt. Der Spielplatz spart den Weg ins Spielplatzmuseum und bietet im modernen Spielplatzeinerlei eine willkommene Abwechslung; und die Möglichkeit zu studieren wie sich früher die Kinder verletzt haben. Interessant ist es auch sich die ehemalige Kupferschmelzerei anzusehen. Der Lotzkar Memorial Park - auf dessen Gelände die alte Fabrik steht - ist leicht zu finden, da der noch stehende, fast 40 Meter hohe Ziegelkamin den Weg weist. Die "self-guided-tour" führt zu dem alten Schlot und über die erstarten Schlackefeldern über die man wandern kann und die "Hell' Bells" betrachten kann, erstarrte Schlacke in Glockenform. Das Pamphlet zur Tour warnt: "please be careful as this can be very dangerous". Aber wo kann man sonst auf den Resten einer vor fast 100 Jahre geschlossenen Fabrik rumwandeln.

Achja, es gibt einen Campingplatz direkt im Dorf (Stadt natürlich), der für 10 Dollar schrecklich überteuert ist, nichts bietet außer einen Stellplatz, eine schäbige Bank, Wasser und ein verstopftes Klo. Und einen Dauergast, einen älteren Herrn, Kenner der Gegend, dessen Eltern 1912 aus Prag weggingen um in Kanada ein neues Leben anzufangen, und wie sich nach langen Gesprächen herausstellte, angeblich ein naher Verwandter von einem gewissen Franz Kafka. Einfach nach Herrn Kafka fragen!

12. - 18. August

Midway - Osoyoos - Oliver - Penticton

Midway ist ein kleines Dorf mit etwa 700 Einwohnern, gelegen im sonnigen Kettle Valley und ist umgeben von verbrannten Hügeln. Es liegt so nah an der US-amerikanischen Grenze, dass man nicht ohne seinen Reisepass im Fluss schwimmen sollte. Das tut es seit der Vertrag von 1846 die Grenze zu den USA vom 54. Breitengrad auf den 49. Breitengrad verschoben hat. Gegründet wurde Midway (was vor 1894 Boundary City hieß) von Fellhändlern und weißen Siedlern. Es war lange Zeit die Endstation der "Columbia and Western Railway" (einer Tochtergesellschaft der CPR). Der Personenverkehr wurde 1964 eingestellt und die Schienen entfernt. Der alte Bahnhof beherbergt heute das Museum und die alte Schienentrasse wurde zu einem Teil des Trans Canada Trail. Auf dem kleinen Campingplatz direkt am Kettle River kann man sich alte Autoreifen ausleihen um auf dem Wasser zu treiben. An einem heißen Tag gibt es kaum was Besseres......

Wenn man dann nach Osoyoos "runterfährt" gelangt man in eine der seltsamsten Landschaften in Kanada, eine Wüste mit zum Teil kahlen, zum Teil mit trockenem Gestrüpp bewachsenen Hügeln. Hier gibt es Sand. Kakteen, Eidechsen und Schlangen. Osoyoos hat die wenigsten Niederschläge in ganz Kanada, nur etwa 25 cm pro Jahr. Die einzig grünen Flächen hier sind die bewässerten Obstplantagen, die sich Richtung Norden entlang der Seen ziehen. Die Obstlandschaft zieht sich weiter, entlang dem Okanogan Valley mit seinen vielen warmen Seen bis nach Vernon. Die bekanntesten Städte sind Oliver, Penticton, Summerland und Kelowna. Die Gegend ist nicht nur bekannt für den Obstanbau und die vielen Obststände, auch nicht nur für den guten Wein der von hier kommt, sondern auch als Altersruhesitz mit mildem Klima für viele wintergeplagte Nordkanadier. Und natürlich als Urlaubsziel Nummer eins in British Columbia. Osoyoos liegt an "Canada's warmest freshwater lake" dem Lake Osoyoos, der eine herrliche Abfrischung in der fast unerträglichen Hitze bietet.......

Oliver ist eine kleine Stadt etwa 50 Kilometer südlich von Penticton. Die Weinhauptstadt Kanadas wie sich die Stadt selbst nennt. Aber hier gibt es nicht nur Wein, sondern im Augenblick vor Allem Pfirsiche...!!!!! In Massen! Bei 35 Grad im Schatten geniest man die am Besten während man bis zu Hals im Vaseux Creek steht.

Penticten liegt auf einer etwa 5 Kilometer breiten Landzunge zwischen dem Okanogan Lake und dem Skaha Lake. Der Name kommt aus der Sprache der Salish Indianer (ein Nomadenstamm) - Pen-Tak-Tin - und bedeutet "ein Platz zum Bleiben". Geblieben sind bisher um die 33000 Menschen. Und im Sommer kommen Unzählige die hier Urlaub machen. Die fahren dann aber wieder. Kommen tun die nicht nur wegen der idealen Lage zwischen den beiden Seen, der herrlichen Landschaft, den warmen Wassertemperaturen oder den Annehmlichkeiten die die Stadt - besonders kulinarisch - bietet, sondern vor Allem wegen der über 10 Stunden durchschnittlicher Sonnenscheindauer am Tag im Juli und August (das wird nicht mal von Honolulu geschlagen - sagen die Einheimischen). Penticton trägt den Beinamen "Peachcity" und jedes Jahr im August wird ein großes "Peach Festival" veranstaltet. Etwas ruhiger wird es dann ab September oder Oktober wo es noch angenehm warm ist und nicht mehr zu heiß um an den weltbekannten Skahabluffs zu klettern. Tim Toula schreibt in seinem Rock'n'Road darüber "livetime climbing". Und das stimmt! In allen Schwierigkeitsgraden und in nahezu jedem Sicherungszustand, entweder vollkommen "durchgebohrt" oder "natural" gibt es hier für jeden Kletterer etwas. Und viele Campingplätze haben in der "Nachsaison" Klettererspecials. Achja, in der Mainstreet ist der wohl größte und bestsortierteste Secondhandbuchladen im Wilden Westen....
Und wer zum Baden geht in den Okanogan Lake der sollte sich bewusst darüber sein, dass hier Ogopogo sein Unwesen treibt..........

 

Schon lange bevor die ersten Siedler ins Okanogan Valley kamen erzählten sich die indianischen Ureinwohner von einem Seeungeheuer das sie N'ha-a-tik nannten. Das ungeheuer lebte angeblich in einer Höhle in der Nähe des heutigen Kelowna bei Squally Point. Um die Kreatur zu besänftigen wenn sie in die Nähe der Höhle paddelten opferten sie ihm einn Tier. Den heutigen Namen "Ogopogo" erhielt das Seeungeheuer 1924. Obwohl immer wieder berichtet wird, dass das Ungeheuer gesehen wurde sehen die meisten Leute nur die steinerne Statue im Kelowna Park; in Kelowna......

18. - 19. August

Penticton - Summerland - Kelowna

 
19. August - 05. September

Kelowna

Kelowna ist eine Stadt, die im Okanogan Valley am Okanogan Lake, im Inland von British Columbia liegt. Hier leben etwa 110000 Menschen (im Großraum etwa 170000). Der Name Kelowna kommt von einem Ausdruck aus der Salish Sprache und bedeutet Grizzly Bär (genauer Grizzly Bärin). Kelowna ist nach Vancouver und Victoria die größte Stadt in British Columbia und die größte Ansiedlung im Inland (die 22. größte Stadt in Kanada....). Sie ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Nordamerikas.

Nach Vancouver sind in Kelowna Immobilien am teuersten in Kanada (13. Stelle weltweit). Wegen dem milden Klima und der Lage am herrlichen Okanogan Lake ist die Stadt begehrt als Wohnort wie auch als Urlaubsort. Die meisten Menschen die hier leben verdienen ihr Geld im Dienstleistungsgewerbe und davon viele im Tourismus. Im Sommer sind hier die Wassersportler, im Winter die Skifahrer und Snowboarder in den nahe gelegenen Skigebieten Big White Ski Resort and Silver Star Ski Resort. Das Klima im Okanogan Valley ist ideal um Wein anzubauen und in Kelownas  Weinanbaugebieten werden Weine mit internationalem Ruf gekeltert. Eine der bekanntesten Keltereien ist die Mission Hill Estate Winery

 

Das Abkommen von Kelowna (englisch: Kelowna Accord) ist ein Arbeitspapier mit dem Titel „Strengthening Relationships and Closing the Gap“ (Die Beziehungen stärken und die Kluft überbrücken). Diese Vereinbarungen wurden 2005 von der Regierung  und Führern der Ureinwohner Kanadas ausgearbeitet.

 Auf der Grundlage dieses Abkommens sollten Bildung, Ausbildung und Lebensbedingungen sowie die Beschäftigungssituation der First Nation People verbessert werden.

 

Und wer sich für den Wirtschaftsstandort Kelowna interessiert, der findet auf dieser Webseite Inormationen: www.kelowna.ca

 

Und die neue Webseite ist fertig: www.whatawonderfulworld.eu

Hier kommt er jetzt, unaufhaltsam, der Winter in Kanada

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